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Daten und Fakten
Titel: Die Simpsons - Das Spiel
Plattform PlayStation2, PlayStation3,  PlayStation Portable, Nintendo DS, Xbox 360, Wii
Genre Jump’n’Run, Adventure
Release Oktober/November 2007 (D) 30.10.07 (US)
USK-Altersfreigabe
Publisher Electronic Arts GmbH
Entwickler EA Games
Noch erhältlich? ja
Review 7/10
Beschreibung

Natürlich müssen die Simpsons mal wieder Springfield retten. Dabei schlüpft der Spieler in 16 Missionen in die Rolle zweier Familienmitglieder, zwischen denen man jederzeit hin und her wechseln kann. Oft sind beide Spielcharaktere nötig, um ein Hindernis zu überwinden oder die vielen Gegner möglichst schnell zu verkloppen. Die Spielprotagonisten können alle hüpfen, schlagen und treten, haben jedoch auch individuelle Fähigkeiten. So kann sich zum Beispiel Homer in einen Homerball sowie in Gummi-Homer und Bart in Bartman verwandeln. Lisa kann mithilfe der Hand Buddhas Gegenstände versetzen und Marge mit einem Megaphon einen Mob zusammentrommeln. Sogar Maggie, die auf Marges Rücken geschnallt ist, hat eine Aufgabe. Sie kann durch enge Schächte kriechen.

Neben der eigentlichen Mission gibt es außerdem kleine Aufgaben, die der Spieler bewältigen kann, aber nicht unbedingt zum Weiterkommen nötig sind. So hat jedes Familienmitglied seine eigenen Sammelobjekte. Wer am Ende einer Mission alle gefunden hat, darf sich über eine Trophäe freuen. Des Weiteren macht der Comic Book Guy gelegentlich auf entdeckte Videospiel-Klischees aufmerksam.

Im Game selbst gibt es zahlreiche Anspielungen auf andere Videospiele wie „God of War“, „Grand Theft Auto“, „Medal of Honor“ oder auch den Klassiker „Super Mario“. Ebenso hat der Schöpfer der „Sims“, Will Wright, einen kurzen Gastauftritt. Der etwas unglücklich gewählte Name „Die Simpsons – Das Spiel“ könnte leicht drauf schließen lassen, dass das Spiel auf „Die Simpsons – Der Film“ basiert, was aber nicht der Fall ist. Inhaltlich hat das Game rein gar nichts mit dem Kinofilm zu tun.

Review

Anmerkung: Dieses Review bezieht sich ausschließlich auf die PlayStation2-Version, da uns das Spiel nur auf dieser Konsole vorliegt.

Grafik: Obwohl wir das Spiel wie gesagt nur auf der PS2-Version gespielt haben, kommt die Grafik schon recht nahe an die TV-Episoden heran. In der HD-Generation wird es wohl noch atemberaubender aussehen. Einzig und allein die charakteristischen schwarzen Umrandungen sind hier und da etwas pixelig. Die bunten Welten, in denen sich der Spieler bewegt, sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden.

Sound: Wie auch schon in vielen anderen Simpsons-Games werden die Charaktere von ihren Sprechern aus der TV-Serie synchronisiert. In der englischen Fassung spricht Matt Groening, der im Spiel der Endgegner ist,  sogar sich selbst. Musik und Hintergrundgeräusche sind passend eingesetzt worden. Die Kampfgeräusche hingegen hören sich nach nicht viel mehr als Cartoon-Geplänkel an. Leider ist außerdem nicht die Möglichkeit gegeben zwischen Dolby und Stereo-Sound zu wählen.

Steuerung: Die Eingewöhnung an die Steuerung erfolgt sehr schnell, da sie recht simpel gehalten ist. Die charaktereigenen Spezialattacken lassen sich alle mit der gleichen Taste aktivieren, so dass man sich auch hier nicht mehr viel merken muss. Leider versagt die Kamerasteuerung auf ganzer Linie. Oft versperrt ein Gegenstand oder Gebäude die Sicht auf die Spielfigur. Den einen oder anderen Fehlhopser muss man da schon mal in Kauf nehmen.

Story: Bei der ausgefallenen Story merkt man sofort, dass Electronic Arts eng mit den TV-Autoren zusammengearbeitet hat. Insgesamt gibt es über 40 Minuten lang neues Videomaterial zu sehen. Dabei parodieren die Produzenten die gesamte Branche und nehmen sich selbst auf die Schippe. Für beste Unterhaltung ist also gesorgt.

Spielspaß: Mal ein bisschen hüpfen dort, jemanden verkloppen da und hier einen Schalter umlegen. Das macht zwar eine Zeit lang mächtig Spaß, doch nach einigen Stunden werden die monotonen Aufgaben schnell langweilig. Etwas Schwung bringen die zwei spielbaren Charaktere hinein, zwischen denen man jederzeit hin und her wechseln kann. Auch die Zwischensequenzen und die lustigen Sprüche lockern das Geschehen ein wenig auf.  

Fazit: Vor allem für Simpsons-Fans ist das Spiel ein Genuss. Die witzigen Parodien, die Story und die Videoausschnitte sind allesamt gelungen. Ärgerlicherweise  ist die furchtbare Kamerasteuerung sehr demotivierend. Wenn man zum x-ten Mal daneben springt, weil man seine Spielfigur nicht sehen konnte, macht es einfach keinen Spaß mehr. Auch dass nur für Xbox 360 –und PS3-Spieler Springfield voll begehbar ist, ist sehr schade. Denn man sieht, dass sich Produzenten und Autoren bemüht haben, ein Spiel zu entwickeln, das den Simpsons gerecht werden kann.

7/10 Punkte